Eine Karibik-Kreuzfahrt ist eine Reise ins Paradies: Palmen, traumhafte Strände, eine farbenfrohe Unterwasserwelt, liebenswürdige Einwohner und eine fantastische Tier- und Pflanzenwelt. Wie bunt das ausgelassene Treiben und die flotten karibischen Rhythmen in den Häfen, so mannigfaltig sind auch die kulturellen Einflüsse auf den vielen Inseln. Bedingt durch die gewaltigen Distanzen, die zwischen den einzelnen Inselreichen liegen, konnte sich eine faszinierende Vielfalt von Kulturen entwickeln, geprägt durch die Kolonialherrschaft der Briten, Franzosen, Holländer und Spanier. Nur wer selbst einmal da war, weiß: Kreuzfahrten in die Karibik sind noch beeindruckender als jede Vorstellung von ihr.
Beachten Sie bei Ihrer Planung, dass auf vielen Inseln der südlichen Kleinen Antillen zwischen Juni und November Regenzeit herrscht und die Hurrikangefahr in der gesamten Karibik zwischen Juli und Oktober besonders hoch ist. Zu den wichtigsten Abfahrtshäfen der Kreuzfahrtschiffe zählen Fort Lauderdale, Miami und Port Canaveral an der Westküste Floridas oder Acapulco in Mexiko.
Wir haben eine Auswahl der schönsten Kreuzfahrtschiffe in der Karibik für Sie zusammengestellt.
Ein häufig angefahrenes Ausflugsziel bei einer Karibik-Kreuzfahrt sind die Bahamas. Besonders die Hauptstadt Nassau, gegründet im Jahr 1656 von englischen Siedlern, bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten der Kolonialzeit wie das Parlaments- und Regierungsgebäude, den Gouverneurspalast oder das Fort Charlotte, von dem aus Sie einen wunderschönen Blick auf den Hafen und Ihr Schiff genießen können. Ebenfalls sehenswert sind der Flamingogarten und das Piratenmuseum der Stadt. Da die Bahamas aus über 700 Inseln bestehen, lässt sich ihre Vielfalt am besten vom Wasser aus erkunden. Eine Rundfahrt bietet ein buntes Gemisch von karibischer Lebensform und kolonialem Erbe: Alte Festungen, Piratennester und Riffe liegen neben glänzend weißen Villen inmitten tropischer Vegetation. Für Wassersportaktivitäten bietet sich das für seine Sandstrände und sein klares Wasser berühmtes Blackbeard's Cay an, das von Nassau aus per Boot zu erreichen ist.
Nach wie vor ist der Inselstaat Kuba von einem legendären Mythos umgeben. Lassen Sie sich die Gelegenheit nicht entgehen, bei einer Umseglung der wunderschönen Schweinebucht mehr über die politischen Hintergründe zu erfahren, die zur außergewöhnlichen Sonderstellung der Insel geführt haben. Die politische Situation kann man sicherlich sehr kontrovers diskutieren, über die Schönheit der Insel kann es jedoch keine zwei Meinungen geben. Karibische Lebensfreude, heiße Salsarhythmen und köstliche Rum-Cocktails: Havanna, die Hauptstadt Kubas, geht jedem ins Blut. Besuchen Sie die legendäre Tropicana-Show, bummeln Sie über den Malecón, die berühmte Uferpromenade, und lassen Sie sich auf Hemmingways Spuren im Bodeguita del Medio einen Mojito servieren. Auch ein Ausflug ins Hinterland von Havanna ist dank der üppigen Vegetation und den die Landschaft bestimmenden Zuckerrohr- und Tabakfeldern überaus lohnenswert.
Die Cayman Islands, die im 16. Jahrhundert durch Christoph Columbus entdeckt wurden, sind heute eines der beliebtesten Reiseziele der Karibik. Besonders die Hauptstadt George Town auf der Insel Grand Cayman ist beliebter Zielort von Kreuzfahrtschiffen. Hier können Sie im McKee's Museum Schätze von geborgenen Wracks aus den vergangenen Jahrhunderten bestaunen, den für die Insel typischen Rumkuchen probieren oder zollfrei einkaufen. Besonders für Wassersportbegeisterte bieten die makellos weißen Sandstrände, das kristallklare Wasser und besonders die farbenprächtige Unterwasserwelt paradiesische Verhältnisse.
Einst ein Fischerdorf, ist Ocho Rios heute ein modernes Urlaubszentrum mit typisch karibischem Tourismustreiben, mit Boutiquen und Souvenirständen, einem einheimischen Handwerkermarkt und zahlreichen Hotels und Bars. Grund für die Beliebtheit bei Kreuzfahrtreisenden sind neben den hervorragenden Wassersportmöglichkeiten vor allem die nahegelegenen Dunn's River Falls. In einer Serie von Kaskaden stürzt sich der Fluss 200 Meter hinab ins Meer - allerdings so sanft, dass man die Wasserfälle ohne Gefahr hinaufsteigen kann.
Santo Domingo, an der südlichen Küste der Karibikinsel Hispaniola gelegen, wurde im Jahr 1496 von Kolumbus' Bruder Bartholomeo gegründet und ist damit die älteste europäische Siedlung der „Neuen Welt". Neben der historischen Altstadt am westlichen Ufer des Rio Ozama, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, warten zahlreiche weitere Zeugnissen aus der Kolonialzeit auf den Besucher. Ein Stadtbummel führt Sie vorbei an Arkaden, Brunnen, Herrschaftshäusern und Museen zur prächtigen Residenz Alcázar de Colon, von deren Balkon aus ein wunderschöner Ausblick auf den Hafen gewährt wird, zur Calle las Damas, der Promenade der spanischen Hofdamen, und zum Faro a Colón, einem bombastischen Denkmal zu Ehren des Christoph Kolumbus.
San Juan ist das wichtigste industrielle, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Insel, die mit ihrer vielfältigen Natur und den allgegenwärtigen Zeugnissen des spanischen Erbes zahlreiche Kreuzfahrtschiffe in ihre Häfen lockt. Besonders die schöne Altstadt mit ihren historischen Häusern und gepflasterten Gassen sind lohnenswerte Ziele bei einem Landgang. Über dem belebten Hafen thronen die riesigen Festungen El Morro und San Cristóbal, die im 16. Jahrhundert zum Schutz der Stadt vor Piraten und englischen Freibeutern erbaut wurden und beide zum Weltkulturerbe zählen. Bei einem Ausflug in den Regenwald El Yungue eine Autostunde östlich der Hauptstadt begegnen die Besucher unberührter Natur und einer reichen Vielfalt von Flora und Fauna.
Die Inseln St. Kitts und Nevis auf den Kleinen Antillen sind dank ihrer wunderschönen Bademöglichkeiten als Urlaubsparadiese weltbekannt. Doch die Inselföderation bietet weit mehr als nur Strandvergnügen: Neun Festungen bewachen die Küste, deren größte, das massive Brimstone Hill Fortress, zum Weltkulturerbe zählt und auf alle Fälle eine Entdeckungstour wert ist. Als Ausgangspunkt für Fahrten ins Landesinnere dient in den meisten Fällen die Hauptstadt Basseterre. Die Besichtigung ihrer historischen Altstadt mit dem Unabhängigkeitsplatz, dem National-museum und dem Regierungsgebäude sollte bei keinem Landgang fehlen. Die Hauptattraktion der Inseln ist jedoch ihre abwechslungsreiche Landschaft mit ihrer üppigen Vegetation, den tropischen Regenwäldern und Gärten und dem erloschenen Vulkans Mt. Liamuga. Sehr empfehlenswert für Erholungssuchende sind die kilometerlangen, teilweise fast unberührten Sandstrände, Kokoshaine und die türkisfarbene See, in der Pelikane nach Nahrung suchen. Auch Taucher finden besonders auf St. Kitts das richtige Revier mit Schiffswracks, Korallenriffen und Unterwasserhöhlen.
Barbados ist eine kleine, flache Kalkinsel, die sich außerhalb des Bogens der Kleinen Antillen befindet. Früher war die Insel ein wichtiger britischer Stützpunkt und auch heute noch sind die Einflüsse des British Empire überall sichtbar. Besonders in der Hauptstadt Bridgetown mit ihren viktorianischen Gebäuden und der Lord-Nelson-Statue auf dem Trafalgar Square wird das Erbe aus 300 Jahren Kolonialgeschichte liebevoll gepflegt. Die paradiesischen Strände und das türkisblaue Meer sind aber ohne Zweifel karibisch und locken jedes Jahr tausende Erlebnis- und Erholungssuchende.
St. George's, die Hauptstadt der „Gewürzinsel" Grenada, ist eine der malerischsten Städte der Karibik. Schon vom Hafen aus, einer langen Bucht, können die Reisenden einen ersten Blick auf die sich halbkreisförmig erhebenden Hügel der Stadt mit ihren pastellfarbenen Häusern und den alten französischen Forts Frederick und George werfen. Ihre Mauern sind ein beliebter Aussichtspunkt auf das Hafenviertel und die zahlreichen Bauwerke im Viktorianischen Stil. Sehenswert ist auch der Grand Etang National Park nördlich von St. George's hoch oben im tropischen Regenwald. Dort stößt man innerhalb der vulkanischen Bergwelt auf einen Kratersee, der von besonders exotischer Flora umgeben ist.
Schon der Name von Arubas kleiner Hauptstadt an der südwestlichen Küste deutet auf die für die Insel typische Mischung aus niederländischem Erbe und karibischen Lebensstil hin, die von der Architektur bis zur Küche überall spürbar ist. An den farbenprächtigen Häusern der Wilhelminastraat verbinden sich geschnitzte Holztüren und Delfter Kacheln mit luftigen, offenen Galerien und geschwungenen Dächern im arubanischen Stil. Besonders malerisch ist der Hafen von Oranjestadt. Neben zahlreichen Duty-Free-Shops können Besucher auf dem schwimmenden Markt Kunsthandwerk und Lebensmittel erwerben. Für Kulturinteressierte bieten sich das Archäologische und das Historische Museum im Fort Zoutman an, dem ältesten Gebäude der Stadt.
Die karibische Hafenstadt La Guaira gilt traditionell als Pforte Venezuelas. Sie beherbergt den bedeutendsten Hafen des Landes und liegt nur 30 km nördlich der Hauptstadt Caracas. Deswegen wird das Anlegen eines Kreuzfahrtschiffes oft für einen Ausflug dorthin quer durch die atemberaubende Landschaft genutzt. Caracas liegt zu Füßen des 2600 m hohen Berges Avila, von dessen Gipfel ein wunderschöner Ausblick auf die Stadt bis zum Meer genossen werden kann. Der älteste, aus frühen Kolonialzeiten stammende Teil der Stadt um die Plaza Bolívar, ist durch einen schachbrettartigen Grundriss gekennzeichnet und von den wichtigsten historischen Bauwerken umgeben, die eng mit der Geschichte des Landes verflochten sind: Der Kathedrale aus dem 17. Jahrhundert, dem Casa Amarilla, früher Präsidentenpalast und davor berüchtigtes Gefängnis, dem Rathaus sowie dem erzbischöflichen Palast.
Die kolumbische Hafenstadt Cartagena ist häufig das letzte Ziel vor der Durchquerung des Panama-Kanals und lockt täglich viele Kreuzfahrtreisende. Schon bald nach ihrer Gründung im Jahr 1533 erlebte die Stadt einen glänzenden Aufstieg und entwickelte sich zum wichtigsten Umschlagplatz zwischen Spanien und seinen Kolonien in Amerika. Der Reichtum Cartagenas ließ sie immer wieder zum Ziel von Piratenüberfällen werden. Die mächtigen Befestigungsanlagen, die über die Jahrhunderte zum Schutz der Stadt errichtet wurden, sind zum größten Teil bis heute erhalten geblieben. Die Altstadt steht unter Denkmalschutz und besitzt die schönsten Kolonialbauten Südamerikas. Sehenswert sind vor allem die Kathedrale und zahllosen Paläste im andalusischen Stil sowie San Diego, das Viertel der Händler und Handwerker.