Eine Kreuzfahrt entlang des südamerikanischen Kontinents hat viel zu bieten: Die Traumstrände des subtropischen Nordens, atemberaubende Bergketten und endlose Ebenen, Metropolen und uralte Ruinenstätten. Vom Deck des Schiffes aus können Sie einen wunderschönen Blick auf die unendlichen Tiefen des Regenwalds mit seiner vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt werfen und bei den Landausflügen den architektonisch typischen Mix verschiedener Kulturen und Kolonialeinflüsse bewundern. Viele Kreuzfahrtschiffe verbinden die Fahrt außerdem mit einer Entdeckungsreise auf den Spuren von Charles Darwin zu den unmittelbar am Äquator liegenden Galapagos-Inseln.
Die beste Reisezeit für eine Südamerika-Kreuzfahrt liegt zwischen Oktober und April.
Wir haben eine Auswahl der schönsten Kreuzfahrtschiffe in Südamerika für Sie zusammengestellt.
Rio de Janeiro ist häufig der Ausgangspunkt und unzweifelhaft auch einer der Höhepunkte einer Südamerika-Kreuzfahrt. Schon die Anfahrt durch die vorgelagerten Inseln und Strände in die Guanabara-Bucht ist ein unvergessliches Erlebnis. Die Stadt bietet einen einzigartigen Mix aus Alt und Neu: Historische Kirchen und traditionelle Straßenmärkte liegen inmitten moderner Architektur und riesigen Einkaufszentren. Den schönsten Ausblick auf Rio haben Sie vom Gipfel des Corcovado, auf dem die berühmte 36 m hohe Jesus-Statue steht, oder vom Wahrzeichen der Stadt, dem Zuckerhut. Beide Gipfel erreichen Sie bequem mit der Zahnrad- bzw. der Drahtseilbahn. Bei keinem Aufenthalt darf ein Abstecher zu den weltbekannten Stränden Ipanema und Copacabana fehlen.
In Uruguay führen alle Wege an die Küste und besonders nach Montevideo. Die faszinierende Hauptstadt ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes und lockt mit wunderschönen Stränden und zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie dem alten Rathaus im Kern der Altstadt und der imposanten Kathedrale. Überall in den verwinkelten Gassen ist noch das Flair der Kolonialzeit spürbar. Nicht versäumen sollten Sie einen Besuch der idyllischen Parks inmitten von alten Villen, die mit ihren Eukalyptusbäumen, Palmenhainen und vielen exotischen Pflanzen zum Spazieren und Entspannen einladen.
Buenos Aires ist mit seinen grünen Parks, gigantischen Straßenzügen, zahlreichen Gotteshäusern und der bunten Häuserbemalung die wohl farbenfreudigste Stadt Südamerikas. In ihren belebten Stadtvierteln spiegelt sich die internationale Herkunft der Porteños, wie die Bürger der Hafenstadt genannt werden, wider. Vor allem das Zentrum dieser gern auch als „Paris Südamerikas" bezeichneten Metropole besticht durch seine Sehenswürdigkeiten. Neben dem Obelisk, Wahrzeichen und wichtigster Treffpunkt der Stadt, sind vor allem das Evita-Museum und das schicke Recoleta-Viertel mit seinen exklusiven Geschäften und Restaurants Anziehungspunkte für zahlreiche Touristen. Auch das Hafenviertel La Boca, an dem Tangoperformances an jeder Ecke zum Dauerprogramm gehören, ist in jeden Fall einen Besuch Wert und vor allem bei den Einheimischen beliebt.
Ushuaia ist die südlichste Stadt der Welt und liegt im argentinischen Teil Feuerlands direkt am Beaglekanal und an den schneebedeckten Bergen der Andenkette. Die Gebäude im Stadtkern wurden einst von Strafgefangenen erbaut. Besonders sehenswert ist das Museo del Fin del Mundo, ein altes Gefängnis aus der Gründerzeit. Bei Kreuzfahrtreisen dient die Stadt vor allem als Ausgangspunkt für Ausflüge in den Nationalpark Feuerland mit seiner einzigartigen Landschaft sowie auf den Gletscher Glaciar Martial und ist häufig die letzte Station vor der Fahrt in den Pazifik.
Ein besonderes Erlebnis jeder Kreuzfahrt in Südamerika ist die Umseglung des legendären Kap Hoorn. Die fast 1000 km breite Passage zwischen den Süd-Shetlandinseln und der Spitze von Südamerika ist nach dem englischen Seefahrer Sir Francis Drake aus dem 16. Jahrhundert benannt und bekannt als eine stürmische Wasserstraße, in der Wind und tückische Strömungen für eine reichlich unbequeme Seefahrt sorgen - selbst bei den modernen Kreuzfahrtschiffe von heute. Die Passagiere können von Deck aus das Denkmal an die „Kap Horniers", das die Umrisse eines riesigen fliegenden Albatrosses darstellt, den Leuchtturm der Militärstation von Puerto Williams und natürlich den 406 m hohen Felsen, der die Südspitze des Kontinents darstellt, besichtigen.
Die chilenische Stadt Punta Arenas stellt eine bunte Mischung verschiedenster Kulturen und Menschen dar, angefangen bei den Nachkommen portugiesischer Seefahrer bis hin zu englischen Schafzüchtern. Auch russische, jüdische, deutsche und schweizerische Einwanderer haben das Bild der Stadt mitgeprägt. Durch ihre Lage an der Magellanstraße diente die Stadt als Anlaufhafen für die Klipper-Schiffe und erlebte ihren ersten großen Aufschwung während des kalifornischen Goldrausches. Nach der Eröffnung des Panamakanals verlor der Hafen seine Bedeutung, ist jedoch bis heute als Ziel für Kreuzfahrtschiffe beliebt. Sehenswert ist vor allem der Friedhof: Die Grabinschriften sind häufig in den Sprachen der europäischen Einwanderer verfasst und zeugen von der Einwanderungsgeschichte der Stadt. Auch Ausflüge zu den spektakulären Fjordlandschaften der Region, den Nationalpark del Paine oder zu den Pinguin-Kolonien sind sehr empfehlenswert.
Eine Durchquerung der Magellanstraße ist ein besonderes Highlight einer Südamerika-Kreuzfahrt. Die Straße liegt im äußersten Süden des Kontinents, ist etwa 600 km lang und verbindet den atlantischen mit dem pazifischen Ozean. Ihre Entdeckung im Jahr 1520 ermöglichte die erste Weltumseglung und bewies endgültig die Kugelform der Erde. Bedeutung als Seeweg erhielt die Passage aber erst mit dem Aufkommen der Dampfschifffahrt im 19. Jahrhundert. Besonders spektakulär bei der Durchfahrt mit einem Kreuzfahrtschiff ist die faszinierende Aussicht auf die Thermalquellen, Flüsse, Vulkane und die dichten, urwaldähnlichen Wälder Patagoniens.
Die chilenische Hafenstadt Puerto Montt ist das Tor zur chilenischen Seenregion und daher häufig Station oder Ausgangspunkt von Kreuzfahrten. Ein Ausflug in eine der landschaftlich reizvollsten Gegenden Südamerikas führt meist durch die idyllischen Eukalyptus- und Pinienwälder zum nahegelegenen Orsono-Vulkan, dem Lago Llanquihue oder in den archäologischen Fundort Monte Verde, der als eine der ältesten menschlichen Siedlungsspuren auf dem amerikanischen Kontinent gilt. Die Stadt selbst bietet einen kunsthandwerklichen Markt und Fischspezialitäten im Hafengebiet Angelmo.
Mit seinen bunten Häusern, verwinkelten Straßen und steil aufragenden Hügeln ist Valparaíso die quirligste und charmanteste Hafenstadt Chiles und eine der schönsten Städte des Landes. Ein ganz besonderes Erlebnis sind die 15 Ascensores (Standseilbahnen), die den Weg auf die Hügel und Wohnviertel der Stadt erleichtern. Der Blick von dort aus über den Hafen und die malerische Bucht ist einzigartig. Die zum Weltkulturerbe erklärte Stadt beherbergt neben dem Parlament auch eines der drei Häuser des chilenischen Dichters Pablo Nerudas und lockt mit ihren mystischen Plätzen und geheimnisvollen Winkeln und Ecken zahlreiche Reisende aus aller Welt.
Callao wurde im Jahr 1537 von spanischen Siedlern gegründet und entwickelte sich in der Folgezeit zu einem der wichtigsten Häfen an der Westküste Südamerikas. Auf Kreuzfahrten gilt sie in erster Linie als Ausgangspunkt für Reisen nach Lima, der Hauptstadt Perus, das mit seinen zahlreichen Universitäten, Museen und Baudenkmälern das Wirtschafts- und Kulturzentrum des Landes ist. Ihre schachbrettartig angelegte Altstadt gilt seit 1991 als Weltkulturerbe und besticht durch seinen bunten Mix aus historischen und modernen Gebäuden. Besondere Highlights sind das Museo de la Nacion, das Reiterdenkmal zu Ehren Limas Gründer Francisco Pizarro, die Katakomben des Klosters San Francisco und die Stadtviertel Miraflores und Barranco. Nicht versäumen sollten Sie auch den Plaza de Mayo mit seinem lebhaften Treiben von hunderten Händlern und die Einkaufsstraße Calle Union.
Das Galapagos-Archipel liegt etwa 1.000 km westlich von Ecuador im Pazifischen Ozean und ist vor allem für seinen einmaligen Tierbestand weltberühmt. Gerade deshalb ist die Inselgruppe als touristisches Ziel umstritten und ein Besuch mit teilweise erheblichen Zusatzkosten verbunden. Ihre aufgrund der Entfernung von anderen Landmassen endemische Tier- und Pflanzenwelt ist aber auf jeden Fall einen Abstecher wert! Auf den über 100 Inseln können Besucher auf den Spuren Charles Darwins, dessen Evolutionstheorie dort eine Reihe von Anstößen erhielt, in unberührter Natur Leguane, mächtige Schildkröten, unzählige Robben und eine reiche Vogelwelt beobachten.