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Standesamtliche Trauung

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Der Ort

Grundsätzlich dürfen Sie in jedem Standesamt heiraten. Wählen Sie ein Standesamt außerhalb Ihres Wohnortes (egal ob Haupt- oder Nebenwohnsitz), fallen in Deutschland zusätzliche Kosten von 33€ an und Sie müssen dies bei Ihrem eigenen Standesamt anmelden. Wenn Sie lieber außerhalb des Standesamtes heiraten möchten, ist dies im Normalfall auch möglich, allerdings auch nur mit zusätzlichen Gebühren und einer Genehmigung durch ihr Standesamt.

 

Der Zeitpunkt

Um heiraten zu dürfen, müssen Sie sich maximal 6 Monate vor dem Termin bei dem Standesamt Ihres Wohnsitzes melden. Gerade bei den begehrten Terminen wie der Schnapszahl 08.08.2008 oder in den beliebten Heiratsmonaten im Frühling und Sommer sollten Sie dies auch so früh wie möglich tun, da Ihre Wunschtermine innerhalb von Tagen vergriffen sein können. Einmal angemeldet, müssen Sie aber auch innerhalb der 6 Monate heiraten.

 

Die Anmeldung

Sie können Ihre Hochzeit persönlich oder schriftlich anmelden. Achten Sie darauf, frühzeitig zu klären, welche Dokumente Sie zur Anmeldung mitbringen müssen, da einige oft nicht ganz so leicht zu besorgen sind.

Benötigte Papiere:

- Personalausweis oder Reisepass

- Neue beglaubigte Abschrift aus dem Familienbuch der Eltern

Die Abschrift (nicht älter als 6 Monate) erhalten Sie in der Regel beim Standesamt des Heiratsortes Ihrer Eltern. Da es erst am 24.02.2007 eine Gesetzesänderung hierzu gab und der Gesetzgeber den Eheschließungsstandesämtern für die Rückführung der Familienbücher eine Frist bis zum 31.12.2013 eingeräumt hat, könnte das Familienbuch Ihrer Eltern derzeit eventuell noch beim Standesamt des Wohnsitzes der Eltern geführt werden. Sind Ihre Eltern geschieden, dann entweder am letzten gemeinsamen Wohnsitz oder am Wohnsitz des Vaters zum Zeitpunkt der Scheidung.
Achtung: Das Familienbuch ist nicht mit dem Familienstammbuch zu verwechseln, das fast jede Familie zu Hause hat.

Haben Ihre Eltern vor dem 01.01.1958 (Westdeutschland) oder dem 03.10.1990 (Ostdeutschland) geheiratet, benötigen Sie eine Abstammungsurkunde von Ihrem Geburtsstandesamt. Eine Abstammungsurkunde muss auch vorgelegt werden, wenn Eltern nicht verheiratet waren bzw. einer der Verlobten adoptiert wurde.

Besonderheiten:

- Einbürgerungsurkunde
Wenn Sie nicht von Geburt an die deutsche Staatsangehörigkeit besessen haben, müssen Sie die Einbürgerungsurkunde im Original mitbringen.

- Gemeinsames Kind
Neue Abstammungsurkunden gemeinsamer Kinder, in die beide Elternteile eingetragen sind. Die Abstammungsurkunden sind beim Geburtsstandesamt erhältlich.

- Akademische Grade
Wenn akademischen Grade im Heiratsregister eingetragen werden sollen, legen Sie bitte einen Nachweis vor - etwa das Original Ihrer Promotions- oder Diplomurkunde.

- Minderjährigkeit eines Partners
Befreiung von der Erfordernis der Ehemündigkeit (zu beantragen beim für den Wohnort zuständigen Familiengericht).

Wenn Sie bereits verheiratet waren:

- Neu ausgestellte Abstammungsurkunde, erhältlich beim Standesamt des Geburtsortes.

- Neu ausgestellte beglaubigte Abschrift aus dem Familienbuch der letzten Ehe mit Auflösungsvermerk, wenn die letzte Vorehe in der Bundesrepublik Deutschland nach dem 31.12.1957 geschlossen wurde, ...

... bzw. eine neu ausgestellte Heiratsurkunde mit Auflösungsvermerk, wenn die letzte Vorehe vor dem 01.01.1958 geschlossen wurde oder in der ehemaligen DDR, erhältlich beim Standesamt der damaligen Eheschließung.

Zusätzlich zur unmittelbar vorangegangenen Ehe müssen Sie alle früheren Ehen und die Art ihrer Auflösung angeben. Es empfiehlt sich, alle vorhandene Dokumente mitzubringen, aus denen sich die Daten sicher erkennen lassen, also z. B. Heiratsurkunden, Familienbuchabschriften älteren Datums, Sterbeurkunden, Scheidungsurteile...

Gebühren:

Auch wenn Gebühren für die standesamtliche Trauung meist der geringste Teil der Ausgaben sind, möchten wir Ihnen einen kurzen Überblick der Kosten geben.

- Kosten zur Anmeldung im Standesamt Ihres Wohnsitzes: 33€
- Kosten zur Anmeldung im Standesamt außerhalb Ihres Wohnsitzes: 66€
- Pro beglaubigter Abschrift eines Familienbuches 8€: insgesamt 16€
- Pro Abstammungsurkunde: 7€

Bei einer normalen Trauung im Standesamt des Wohnsitzes fallen in der Regel also mindestens 49€ an. Sollten Sie Zusatzleistungen in Anspruch nehmen, sind diese normalerweise kostenpflichtig. So kostet eine Trauung außerhalb des Standesamtes meist zwischen 100-200€.

Unser Premium Weddings Tipp: Bringen Sie das Geld für die Gebühren unbedingt bar mit, denn in den kleineren Standesämtern ist es nicht möglich, mit Karte zu bezahlen und die Gebühren sind sofort zu entrichten. Ohne die Zahlung kann die Anmeldung nicht erfolgen.

Eine Übersicht der vom Standesamt zu erhebenden Gebühren finden Sie in PersStdGAV § 68.

 

Die Trauzeugen

Früher waren sie vorgeschrieben, heute kann man standesamtlich mit oder ohne Trauzeugen heiraten. Wenn Sie sich für Trauzeugen entscheiden, können Sie einen, zwei oder sogar drei wählen. Aber achten Sie darauf, dass ihre Zeugen bestimmte Kriterien erfüllen müssen: Sie müssen volljährig sein, einen gültigen Ausweis mitbringen und körperlich und geistig in der Lage sein, die Trauung zu verfolgen. Sollte Ihr Trauzeuge nicht der deutschen Sprache mächtig sein, denken Sie daran, einen Dolmetscher zu besorgen.

 

Die Trauung

Die standesamtliche Trauung ist eher sachlich gehalten. Der Standesbeamte ist dazu verpflichtet, Sie auf viele Dinge hinzuweisen und die amtlichen Dokumente zu beurkunden. Grundsätzlich sind Standesbeamte eben Beamte und nicht Pfarrer, also sind sie meist auch nicht ganz so zeremoniell. Da aber die Bedeutung der standesamtlichen Trauung immer mehr zunimmt, gibt es inzwischen viele Standesbeamte, die sich wirklich Mühe geben und die Trauung auch im Standesamt nicht zu einer schnellen, behördlichen Angelegenheit machen. Um zu gewährleisten, dass die Trauung Ihren Wünschen entgegen kommt, können Sie sich in vielen Orten auch vorab mit dem Standesbeamten treffen. Hier können Sie die Ihnen wichtigen Punkte ansprechen, wie Sie sich Ihre Trauung vorstellen und welche Details in der Ansprache berücksichtigt werden sollten. So bleibt Ihnen auch die standesamtliche Trauung als Highlight in Erinnerung. Die standesamtliche Trauung dauert in der Regel zwischen 20 und 40 Minuten, je nach Standesamt und Standesbeamten. Wenn Sie Ihr „Ja“ zur Ehe gegeben haben, sind Sie rechtskräftig verheiratet. Manche Standesbeamte fordern die Anwesenden auf sich zu erheben, um diesem Moment mehr Feierlichkeit zu verleihen. Dies ist jedoch je nach Standesbeamten unterschiedlich. Anschließend unterschreiben Sie die Heiratsurkunde schon mit Ihrem neuen Namen. Die Heirat wird ins Familienbuch eingetragen und Sie erhalten eine Bescheinigung der Eheschließung, die Sie zum Beispiel bei der kirchlichen Trauung, Ihrem Arbeitgeber oder bei offiziellen Stellen vorzeigen müssen.

 

Das Outfit

Erlaubt ist was gefällt. Traditionell wird für das Standesamt ein zwar schickes, aber nicht zu feierliches Outfit in gedeckten Farben gewählt. Aber gerade in der heutigen Zeit, in der viele Menschen nur noch standesamtlich heiraten oder der rechtskräftigen Zeremonie im Standesamt mehr Feierlichkeit verleihen möchten, ist es nicht mehr ungewöhnlich, in richtiger Hochzeitsgarderobe zu erscheinen.

 


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